Andrea von Braun Stiftung
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ALMA

Philip Gaisser, Niklas Hausser, A.K. Lenz (Hg.)


Die beiden Künstler Philip Gaißer und Niklas Hausser haben sich gemeinsam mit Pomologen auf die Suche nach bekannten und weniger bekannten Apfelsorten begeben. Manchmal sind sie sogar über Gartenzäune geklettert, um jene seltenen Exemplare aufzulesen, die mittlerweile in Vergessenheit geraten sind. Für ihre Porträtserie haben die Künstler 23 unterschiedliche Kleinbildfilme benutzt, deren Beschaffung sich mittlerweile ähnlich schwierig gestaltet wie etwa die der Apfelsorte Ananasrenette (Fuji Pro 400H). Der Titel ALMA bezieht sich auf das in Kasachstan gebräuchliche Wort für Apfel, schließlich gilt das Tian-Shan-Gebirge als Heimat des Urapfels. Dabei will das Künstlerbuch weniger ein pomologisches Lexikon, denn ein fotografischer Kommentar auf das Verschwinden analoger Bildtechnologien sein, allerdings anhand eines Objektes, das ebenfalls rasanten Veränderungen unterliegt und an Vielfalt eingebüßt hat. So kann ALMA als ein Kompendium der feinen Unterschiede in Form, Farbe, Korn und Schärfe gelesen werden – die serielle Schönheit des Fehlers wie Flusen, Farbstiche und Fäulnisflecken inbegriffen.